Stauchitz

Vorschaubild

Frühzeitlich treten in Urkunden adlige Grundherren mit dem Namen Stauchitz auf. Die erste sichere Nennung des Ortes liegt jedoch erst von 1428 als Stwchewicz vor. An einen befestigten Sitz erinnert der Name Wahl für eine Erhebung am Rande der Aue. Die ursprüngliche Anlage zeigt eine Gutssiedlung sowie straßen- und zeilenförmige Häuslerabbauten. Auch heute lassen sich in Stauchitz mehrere Dorfteile unterscheiden. Einer gruppiert sich um das ehemalige Rittergut in der Jahna-Aue mit der früheren Mahl-, Schneide- und Ölmühle , seit 1884 Pappmühle. Ihren Betrieb legte man um 1930 still und baute die „Fabrik“ zu Wohnungen um. In der nahen Kiesgrube stellte man bronzezeitliche und slawische Siedlungsgruben fest Ein weiterer Dorfteil zieht sich als Häuserzeile in der Aue hin, wo die Alte Poststraße den rechten Arm der Jahnaniederung quert .Als dieser frühe Verbindungsweg im Jahre 1725 hierher verlegt wurde, erhielt Stauchitz eine Poststation mit Pferdewechsel. Nachdem die Station 1816 wieder aufgehoben war, richtete man darin einen Gasthof „Zur Alten Post“ ein. Das ehemalige Rittergutshaus wurde 1946/47 abgebrochen und die 1828/29 errichteten Wirtschaftsgebäude gestaltete man zu Wohnungen um.